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Kulturstiftung |
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Buchvorstellung
"Herbert Czaja - Anwalt für Menschenrechte"
Am 2. Oktober 2003 wurde der bei der Kulturstiftung der deutschen Verriebenen erschienene Band im Haus der Heimat, Stuttgart, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Hier eine Presseerklärung zu dieser Veranstaltung:
| Die
Herausgeberin, Christine Czaja, älteste Tochter des 1997 in Stuttgart
verstorbenen langjährigen Bundestagsabgeordneten und Präsidenten des
Bundes der Vertriebenen, konnte unter den zahlreichen Gästen auch
Ministerialdirigent Helmut Hellstern vom Innenministerium des Landes
Baden-Württemberg, den früheren Landesbischof Hans v. Keler und den
Landesgeschäftsführer des Bundes der Vertriebenen, Ulrich Klein, begrüßen.
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Christine
Czaja erinnerte an die ersten Jahre nach Flucht und Vertreibung 1945/46
und an die Gründung von Zusammenschlüssen der Vertriebenen und
Flüchtlinge. Herbert Czaja, der 1946 mit einem der ersten
Flüchtlingstransporte aus Breslau – über Niedersachsen – nach
Stuttgart kam, wurde bereits 1947 für die CDU in den Stuttgarter Stadtrat
gewählt und zog 1953 erstmals in den Deutschen Bundestag ein, dem er bis
1990 ununterbrochen angehörte – unter anderem als Mitglied des
Vorstandes der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
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| In dem
Buch beschreibt die Herausgeberin Kindheit und Jugend ihres Vaters in
Österreichisch-Schlesien, die Studienzeit in Krakau sowie die
Wehrmachtszugehörigkeit, Kriegsgefangenschaft
und Vertreibung. Es wurde besonders darauf hingewiesen, dass Herbert Czaja
zu keinem Zeitpunkt einer nationalsozialistischen Organisation angehörte,
vielmehr aufgrund seiner tiefen christlichen Glaubenseinstellung
entschiedener Gegner dieser menschenverachtenden Ideologie war. Im
Jahr 1933 wurde er Mitglied der Deutschen Christlichen Volkspartei.
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In seinem
Vortrag über den Inhalt des Buches referierte Oliver Dix,
Präsidialmitglied des Bundes der Vertriebenen und Mitautor, über die
Tätigkeit Herbert Czajas insbesondere als Präsident des Bundes der
Vertriebenen. Ihm sei es zu verdanken, dass der Verband in schwersten
Zeiten, gerade auch, als Anfang der 1970er Jahre die Ostverträge
verabschiedet wurden, zusammenhielt und seine gesellschaftspolitische
Bedeutung wahrte. Herbert Czaja habe, so Oliver Dix, von Anfang an für
eine gerechte europäische Friedensordnung plädiert, ohne
Maximalforderungen für die Deutschen zu erheben. Ein gerechter Ausgleich
mit den östlichen Nachbarn erfordere gegenseitiges Verständnis und die
Bereitschaft zum Geben und Nehmen.
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| Dies, so
sagte Oliver Dix, sei auch heute weiterhin Maßstab, gerade in einer Zeit,
in der fast täglich über Flucht und Vertreibung in den Medien berichtet
und diskutiert werde. In diesem Zusammenhang stellte der Redner auch das
geplante Zentrum gegen Vertreibungen heraus, das seinen Sitz
selbstverständlich in Berlin haben werde.
Einen besonderen Dank richtete Oliver Dix an die anwesende Ehefrau Herbert Czajas, Eva-Maria Czaja, die ihren Mann in all den Jahren in bewundernswerter Weise unterstützt habe.
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Sodann
stellte Oliver Dix auch die weitere Beiträge in dem Erinnerungsband vor.
Autoren sind der Moraltheologe Professor Joachim Piegsa, die Historikerin
Astrid Luise Mannes, der Publizist Dr. Felix Raabe und der frühere
Präsident des Bundesausgleichsamtes, Dr. Karl Heinz Schaefer. Die
Dokumentation von Reden und Aufsätzen Herbert Czajas erstellte der
Historiker Markus Leuschner. Gedankt wurde auch dem Historiker Dr. Ernst
Gierlich für die verlagstechnische Unterstützung.
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Umrahmt wurde die Buchvorstellung von den Musikerinnen Hildegund Treiber (Flügel) und Antje Langkafel (Querflöte). Das vorgestellte Buch, das Eva-Maria Czaja gewidmet ist, umfasst 424 Seiten, enthält 17 Abbildungen und ist über den Buchhandel zu beziehen oder direkt bei der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Kaiserstr. 113, 53113 Bonn, zum Preis von EUR 24,50.
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