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Kulturstiftung |
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Publikationen
Christine Czaja (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Astrid Luise Mannes,
Oliver Dix, Ernst Gierlich, Markus Leuschner, Joachim Piegsa, Felix Raabe, Karl Heinz
Schaefer
Herbert
Czaja -
Anwalt für Menschenrechte
Vor 50 Jahren kandidierte Herbert Czaja erstmals für den Deutschen Bundestag, dem er von 1953 bis 1990 angehörte. Ebenfalls vor 50 Jahren trat das
Bundesvertriebenengesetz in Kraft, für das Herbert Czaja maßgebliche Novellierungen durchsetzte. Czaja verfolgte nach Krieg, Gefangenschaft und
Vertreibung die begonnene wissenschaftliche Laufbahn nicht weiter, vielmehr
entfaltete er bis zum Tod im Jahre 1997 ein vielfältiges politisches Wirken.
Das vorliegende Buch stellt das öffentliche Leben Herbert Czajas umfassend dar.
Zum ersten Mal wird zusammenhängend u.a. seine 37-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag als CDU-Abgeordneter nachgezeichnet, ebenso die 24-jährige
Präsidentschaft im Bund der Vertriebenen und sein 32-jähriges Engagement im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Ein Dokumentationsteil weist zahlreiche
seiner publizierten Reden und Aufsätze auf. Viele seiner realistischen Konzepte
für einen gerechten Ausgleich, ein Geben und Nehmen im Rahmen einer europäischen
Friedensordnung werden dargelegt.
Gewidmet ist das Buch seiner Frau Eva-Maria Czaja, geb. Reinhardt.
Bericht über die Vorstellung des Buches am 2.10,2003 in Stuttgart
Ein umfangreiches Kompendium ostdeutscher Kultur und Geschichte bilden die alljährlich erscheinenden Ostdeutschen Gedenktage, in denen Kurzbiographien, Werk- und Literaturverzeichnisse von Persönlichkeiten geboten werden, die aus den historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten stammten oder dort ihre Wirkungsstätte hatten und deren Namen Bestandteil ostdeutscher Geschichte geworden sind.
In der Form eines Kalendariums werden so bekannte, aber auch in Vergessenheit geratene Personen aus Wissenschaft und Kunst, Politik oder Kirche vorgestellt. In diesem Jahre sind es z.B. Daniel Nikolaus Chodowiecki, Rudolf Virchow, Werner Fink und Annemarie Suckow.
Erinnert wird aber auch an für den deutschen Osten bedeutsame historische Ereignisse, u.a. an die Gründung der Stadt Riga durch Bischof Albert von Buxhoeveden 1201, die Krönung des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg zum König in Preußen 1701 und an die Verabschiedung der Lastenausgleichsgesetze 1952.Auszug aus den Ostdeutschen Gedenktagen 2001/2002
Witold Stankowski
Eine Geschichte der Lager für Deutsche in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg konnte bislang nicht geschrieben werden, waren doch die wenigen erhaltenen, verstreut aufbewahrten Quellen hierzu nicht zugänglich oder zumindest nicht systematisch erfasst.
Hier werden nun erstmals Dokumente sowie Angaben aus einschlägigen polnischen Archivalien vorgestellt, die in die Problematik der Lager für Deutsche einführen sollen. Beschreibungen der Lager für die internierten Deutschen und der dort herrschenden Lebensumstände, Angaben zur Zahl der der Internierten und zur Zahl der dort Umgekommenen. Die Dokumente erscheinen erstmals in polnischer Sprache und deutscher Übersetzung.
Ergänzt wird
der Band durch die erstmalige Veröffentlichung vom Autor entdeckter
photographischer Zeugnisse der Vertreibung/ Aussiedlung im schlesischen
Raum.
Im Vergleich zu den herkömmlichen historischen Atlanten stellt dieses Werk eine Besonderheit dar, weil es ausschließlich die Territorialgeschichte in das Blickfeld rückt.
Anhand von 17 chronologisch angeordneten Kartenblättern wird die territoriale Entwicklung Deutschlands sowie in einem Exkurs von Dieter Blumenwitz die heutige staats- und völkerrechtliche Lage aufgezeigt. Jede Karte ist mit einem ausführlichen historischen Erläuterungstext versehen, so dass die Entwicklung Deutschlands bis von seinen Vorformen im Mittelalter bis zu seiner jetzigen Form in Karte und Bild deutlich wird.
Das Register, in dem Orts-, Fluss- und Stammesnamen aufgenommen sind, hat Dipl.-Geograph Uwe Schwarz bearbeitet.
Aus der
deutschen Nachkriegsgeschichte sind die Heimatvertriebenen als gestaltender
Faktor in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht wegzudenken. Viele Details
ihrer Geschichte, die nicht immer eine „Erfolgsgeschichte“ war, sind in den
letzten Jahrzehnten bereits aufgearbeitet worden; manches harrt jedoch noch der
wissenschaftlichen Erforschung. Dies gilt besonders für die Rolle der
„Umsiedler“ in der SBZ bzw. DDR und das in Westdeutschland und
Mitteldeutschland vielfach verdrängte Schicksal der in den alten Heimatgebieten
verbliebenen Deutschen. Der vorliegende Tagungsband enthält elf Beiträge, die
sich mit dem genannten Themenkreis beschäftigen
More
than a half century has passed since Secretary of State George Marshall made the
speech that launched what came to be called the Marshall Plan. The speech has
often been highly praised, but Marshall’s efforts to achieve a balanced
solution to territorial questions – one that considered the whole of Germany
– at the Moscow and London Foreign Ministers’ Conferences of 1947 have
almost been forgotten.
On
April 18, 1997 the German Expellees Cultural Foundation sponsored a symposium in
Bonn where German and American Experts debated questions of American, British
and Soviet post war policy toward Germany.
(Englischsprachige
Fassung der Publikation “Christof Dahm/ Hans-Jakob Tebarth (Bearb.), George
Marshall, Deutschland und die Wende im Ost-West-Konflikt, 1997, 112 S.,
broschiert, 14,80 DM (EUR 7,57), Bestell-Nr. 97 – 264)
In der Frauenforschung sind die historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete meist unberücksichtigt geblieben. Die ostdeutsche Geschichtsforschung wiederum berührt die Frauenforschung bisher nur partiell. Diesem Mangel will die vorliegende Arbeit begegnen: Sie enthält 52 biographische Skizzen von Frauen aus acht Jahrhunderten.
Der Bogen der vorgestellten Persönlichkeiten spannt sich von
Herzogin Hedwig von Schlesien über die Astronomin Catharina Elisabeth Hevelius
und die Sozialreformerin Lina Morgenstern bis zu der Fliegerin Hanna Reitsch.
Kulturtransfer vollzieht sich niemals auf Einbahnstraßen. Suggerierte einst der Begriff des Kulturtransfers die einseitige Vermittlung zivilisatorischen Fortschritts, so zeigt sich bei differenzierender Betrachtung, dass - bleibt man bei dem Bild der Straße - stets mit einem Hin und Her sowie mit Umwegen und Hindernissen zu rechnen ist. Dies gilt nicht zuletzt für Sprache, Kultur und Gesellschaft im deutschen und im polnischen bzw. ostmitteleuropäischen Raum, die stets wechselseitig auf einander einwirkten und dies bis heute tun.
Ein thematischer Schwerpunkt der vielfältigen Erörterungen polnischer und
deutscher Wissenschaftler - Historiker, Sprachwissenschaftler, Kunsthistoriker
und Literaturwissenschaftler - bildet die Stadt als Ort willkommenen oder auch
abgelehnten Kulturtransfers. Der erste, ebenfalls von Karol Sauerland betreute
Band zu diesem Thema erschien 1999.
Karol Sauerland (Hrsg.)
Kulturtransfer
Polen-Deutschland
Wechselbeziehungen in Sprache, Kultur und Gesellschaft, Band 3
Die
Arroganz von Seiten der sogenannten Kulturtransferträger ist sprichwörtlich.
Die moderne Form der Arroganz setzt mit Humanismus und Aufklärung ein: Nun
werden äußere, anscheinend objektive Kriterien entwickelt, nach denen man
Andere als zivilisatorisch zurückgeblieben einstufen kann. Mit dem
Fortschreiten nationalstaatlichen Denkens im 19. und 20. Jahrhundert bestimmt
Arroganz nicht zuletzt das Verhältnis von Polen und Deutschen unheilvoll.
Immerhin lassen sich auch Beispiele dafür aufzeigen, dass Arroganz im
Kulturtransfer durch geduldiges Aufeinanderzugehen überwunden werden kann.
2004, 164 S., broschiert, EUR 11,-
Nur wenige
Landschaften des deutschen Sprachgebietes haben eine so große Zahl von Dichtern
und Schriftstellern hervorgebracht wie Schlesien. Bedeutende Phasen der
deutschen Literaturgeschichte wurden von Autoren dieser Region, dem „Land der
666 Dichter“, geprägt. So zählen etwa die Werke von Andreas Gryphius, Joseph
Freiherr von Eichendorff und Gerhart Hauptmann zur Weltliteratur. Im Rahmen des
Tagungszyklus „Literarische Landschaften“ stand daher im Jahr 1997 Schlesien
im Mittelpunkt, nachdem im Vorjahr Ostpreußen betrachtet worden war. Namhafte
Literaturwissenschaftler aus Deutschland, Polen und Frankreich zeichneten ein
facettenreiches Bild Schlesiens als deutschem Kulturraum.
Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien zählen geographisch und historisch zu den Kernländern Europas und sind aufs engste mit der deutschen Geschichte verknüpft. Tschechen, Deutsche und Juden, die sich zumeist der deutschen Bevölkerungsgruppe zugehörig fühlten, lebten dort über Jahrhunderte in einer oft spannungsreichen Symbiose zusammen, die erst im 20. Jahrhundert zerbrochen ist. Große Namen der Weltliteratur wie Marie von Ebner-Eschenbach, Adalbert Stifter oder Franz Werfel gehören in diese Landschaft, die dennoch gerade in den vergangenen Jahrzehnten dem Deutschen fremd geworden ist, fast zu einem "böhmischen Dorf".
Um so wichtiger ist es, auch im Hinblick auf die Verständigung zwischen
Deutschen und Tschechen, an das gemeinsame literarische Erbe zu erinnern und
dieses für ein künftiges europäisches Miteinander fruchtbar zu machen.
Deshalb widmete die Kulturstiftung in Fortsetzung des 1996 eröffneten
Tagungszyklus, der das Verhältnis von Landschaft und Dichter beleuchten soll,
die literaturwissenschaftliche Tagung 1998 den Böhmischen Ländern.
Unter den
Schriftstellern und Dichtern, die geistig-künstlerischen Widerstand gegen das
nationalsozialistische System leisteten, befanden sich zahlreiche Autoren aus
den späteren Vertreibungsgebieten. Dreiundzwanzig von ihnen werden vorgestellt,
wobei Autoren aus allen Regionen der historischen deutschen Ost- und
Siedlungsgebiete Berücksichtigung finden. Vertreter des Exils kommen dabei
ebenso zu Wort wie solche der „inneren Emigration“.
Der Band
versammelt die Aufsätze zu Ostpreußen – gespiegelt in den Werken und
Aussagen seiner Dichter. Im Mittelpunkt der Erörterungen stehen Ernst Wiechert,
Arno Holz, Siegfried Lenz, August Winnig, Johannes Bobrowski und Oskar Loerke.
Daneben widmen sich einzelne Beiträge strukturellen Fragen, die der Erhellung
des Wechselverhältnisses von Literatur und regionaler Bezüglichkeit dienen.
Frank-Lothar Kroll (Hrsg.),
Europäische
Dimensionen deutschbaltischer Literatur
Das
Baltikum kann man als einen Schmelztiegel kulturellen und nationalen
Zusammenlebens betrachten, in dem – speziell in Estland und Lettland –
deutsch-baltischen Autoren im 19. und 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle zukam.
Im Leben und Werk der einzelnen Autoren, die der Band in den Blick nimmt, wird
die Eigenart ebenso wie die europäische Verflechtung der Region in besonderer
Weise deutlich.
Literarische
Landschaften, Bd. 6. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen.
Duncker & Humblot, Berlin 2004, ca. 254 S., broschiert, zu beziehen über
den Buchhandel
Elke Mehnert
Ost-westliche
Spiegelungen
Beiträge zur deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts Literarische
Landschaften
Der Band vereint Aufsätze und Essays von Elke Mehnert, Professorin für Deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der Komparatistik an der Technischen Universität Chemnitz. Elke Mehnert gehört zu den nicht eben zahlreichen Vertretern einer in der DDR sozialisierten Germanistengeneration, die sich nach der politischen Wende von 1989/ 90 intensiv darum bemüht haben, literarische Zeugnisse aus den Vertreibungsgebieten des deutschen Ostens in den Traditionshorizont der neuen "Berliner Republik" einzubringen und der literarischen Bewältigung des Themas "Flucht und Vertreibung" einen festen Platz in der nun gesamtdeutschen Erinnerungskultur einzuräumen.
Die versammelten Aufsätze sollen dazu beitragen, den Blick für kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern und Völkern, den Menschen und Lebensräumen im zusammenwachsenden Europa zu schärfen.
Literarische
Landschaften, Bd. 7. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen.
Duncker & Humblot, Berlin 2005, 176 S., broschiert, zu beziehen über den
Buchhandel
Frank-Lothar Kroll (Hrsg.)
Josef
Mühlberger – Ausgewählte Werke
Der
100. Geburtstag Josef Mühlbergers am 3. April 2003 bot Anlass, das Schaffen
dieses heute weitgehend vergessenen deutsch-böhmischen Schriftstellers und
Mitglieds des „Prager Kreises“ erneut zugänglich zu machen. Die zweibändige,
die Ergebnisse eines Symposiums verwertende Werkauswahl strebt nach einem repräsentativen
Querschnitt durch das umfangreiche Gesamtœuvre des Autors, das sämtliche
literarischen Gattungen umfasst.
2004,
2 Bde. im Schuber, 274 und 344 S., broschiert, EUR 39,-
Ilpo Tapani Piirainen/ Ingmar ten Venne (Hrsg.)
Der
Sachsenspiegel aus der Dombibliothek in Breslau/ Wrocław
Einleitung, Edition und Glossar
Die
aus der Dombibliothek zu Breslau stammende Handschrift des verbreitetsten
volkssprachlichen Rechtsbuchs des deutschen Mittelalters stellt sowohl nach der
Entstehungszeit (1390) als auch nach dem Entstehungsort ein wertvolles Denkmal
deutschsprachlicher Schriftlichkeit in Niederschlesien dar. Ihre Transkription
ist somit sowohl rechtsgeschichtlich auch als sprach- und kulturhistorisch von
hoher Bedeutung.
Oficyna
Wydawnicza ATUT, Breslau/ Wrocław 2003, 482 S., broschiert, EUR 19,80
Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich
(Hrsg.)
Monumentale spätmittelalterliche Backsteinkirchen prägen noch heute das Bild der Städte des südlichen Ostseeraums. Den theologischen, d.h. vor allem den liturgie- und frömmigkeitsgeschichtlichen Faktoren, welche die konkrete Gestaltung und die Ausstattung der Sakralbauten bestimmten, gehen in diesem Sammelband Kunsthistoriker, Historiker und Theologen aus Deutschland, Polen, Schweden und dem Baltikum nach. Ihre Darstellungen der mannigfachen Beziehungen von Architektur, Ausstattung und Liturgie bieten ein facettenreiches Bild der Kirchen und ihrer Einbindung in das geistige und soziale Leben des späten Mittelalters.
Nachdem die Erforschung der Backsteinarchitektur jahrzehntelang an den willkürlich
gezogenen Grenzen der Nachkriegszeit halt zu machen gezwungen war, tragen diese
Untersuchungen dazu bei, dass der südliche Ostseeraum erneut als eine staatenübergreifende,
europäische Kulturlandschaft erlebt werden kann.
Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich
(Hrsg.)
„Wie der Turm Davids ist dein Hals, als Festung erbaut, tausend Schilde hängen daran, alle Rüstung der Helden“ – so preist König Salomo im Hohen Lied seine Geliebte. Als architektonische Umsetzung finden sich an den mittelalterlichen Burgen zahlreiche von Türmen eingefasste, zinnenbewehrte und mit aufgeputzten Wappenschilden versehene Toranlagen. Aber nicht nur Profanbauten, sondern auch Kirchen – Sinnbilder der endzeitlichen Gottesstadt und damit auch Mariens, für die wiederum symbolisch die Geliebte des Hohen Liedes steht – wurden mit wehrhaft erscheinenden Architekturelementen versehen.
Die
wechselseitige Beeinflussung und die daraus resultierende symbolische Überhöhung
mittelalterlicher Sakral- und Profanbauten untersuchte eine international
besetzte kunsthistorische Fachtagung. Diese fand auf der Marienburg/Malbork
statt, der ehemaligen Hochmeisterresidenz des Deutschen Ordens an der Nogat.
Konkret in den Blick genommen wurde die spätmittelalterliche Architektur der
Ostseeregion im allgemeinen und diejenige des Deutschordenslands Preußen im
besonderen. Gerade hier erfuhr die Verbindung von geistlicher und weltlicher
Architektur eine einzigartige Ausprägung..
Kunsthistorische
Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bd. 3
Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 2000, 302 S., zahlreiche Abb.,
broschiert, EUR 24,54
Ernst Badstübner/ Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich/ Matthias Müller (Hrsg.),
Licht
und Farbe in der Backsteinarchitektur des südlichen Ostseeraums
Über
die Lichtführung und die originale Farbigkeit sakraler und profaner
Backsteinbauten des Mittelalters ist nur wenig bekannt. Neue Erkenntnisse geben
Anlass zu einer Revision bestehender Vorstellungen von Licht und Farbe im Raum,
deren Wirkung von den architektonischen Formen ebenso wie von der farbigen
Raumfassung, von der figürlichen oder dekorativen Ausmalung, von der
Glasmalerei in den Fensterverglasungen und von der Farbigkeit der liturgischen
Ausstattung bestimmt wird.
Studien
zur Backsteinarchitektur, Bd. 7,
gleichzeitig Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen
Vertriebenen, Bd. 3.
Lukas Verlag,
Berlin 2005, 550 S. mit ca. 300 Abb., broschiert, EUR 36,-
IV.
Staats- und Völkerrecht
Dieter Blumenwitz/ Gilbert H. Gornig/ Dietrich Murswiek (Hrsg.)
Minderheitenschutz
und Demokratie
Aktuelle
Beispiele verdeutlichen, in welchem Maße die Sicherung eines effektiven
Schutzes ethnischer und nationaler Minderheiten und gerechter Mitwirkungsmöglichkeiten
von Minderheiten die Voraussetzung für eine friedliche und auf demokratischen
Prinzipien beruhende Entwicklung eines Staates darstellt. Dies gilt nicht
zuletzt für die jungen Demokratien des östlichen Europa. Die Beiträge
untersuchen systematisch sowie historisch das Verhältnis von Demokratie und
Minderheitenschutz und beziehen die gewonnenen Erkenntnisse auf die Staaten
Mittel-, Ost- und Südosteuropas.
Staats-
und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht,
Bd. 20, Duncker & Humblot, Berlin 2004, 204 S., broschiert, € 86,80, zu
beziehen über den Buchhandel
Der nationalstaatliche Gedanke des 19. Jahrhunderts hat sich in seiner vollen Ausprägung, der im Grundsatz dem Fortbestehen von Volksgruppen und Minderheiten entgegengerichtet war, nicht als friedensstiftendes Ordnungsprinzip erwiesen. Die Rechte der Volksgruppen und Minderheiten zu definieren, wurde im gesamten 20. Jahrhundert als Aufgabe begriffen, wenn dieses Jahrhundert auch gleichzeitig von vielfachen Verstößen gegen diese Rechte geprägt war, von den Vertreibungen im griechisch-türkischen Raum über die der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs bis hin zu den jüngsten Vertreibungen im Kosovo.
Die staats- und völkerrechtlichen Fachtagung des Jahres 2000 war dieser Thematik gewidmet.Bei dieser
Behandlung des rechtlichen Status' Danzigs wird einerseits das geltende Völkerrecht
in Anwendung gebracht, andererseits werden Stellungnahmen polnischer
Wissenschaftler und Politiker berücksichtigt. Nach einem geschichtlichen Überblick
werden die Rechtsfolgen für das Schicksal des Danziger Staates, seines
Staatsvolkes und der polnischen Neusiedler untersucht.
Bleibendes
Hindernis einer umfassenden Friedensordnung sind lokale und regionale Konflikte,
oft durch massenhafte Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet, woraus sich
wiederholt große Flüchtlingsströme entwickeln. Vor diesem Hintergrund zeigt
die Untersuchung, dass nur ein effektiver Minderheiten- und Volksgruppenschutz
das Fundament einer umfassenden internationalen Friedensordnung bilden kann.
Nach dem Ende
des Zweiten Weltkriegs wurde der Staat Preußen durch das Kontrollratsgesetz Nr.
46 vom 25. Februar 1947 aufgelöst. In der vorliegenden, primär historisch-völkerrechtlichen
Abhandlung wird untersucht, ob mit diesem Kontrollratsgesetz der Staat Preußen
aufgelöst wurde, oder ob man damit nurmehr symbolisch einem bereits
Verblichenen einen weiteren Todesstoß geben wollte. Ferner wird in groben Zügen
die historisch territoriale Entwicklung Brandenburg-Preußens vom Frühmittelalter
bis ins 20. Jahrhundert beschrieben, wobei ein Schwerpunkt auf dem Verhältnis
Preußens zu den übergeordneten Größen Heiliges Römisches Reich, Deutscher
Bunde und Deutsches Reich liegt.
Die Hefte der Reihe behandeln jeweils aktuelle Fragen aus den verschiedensten Bereichen von Kultur und Wissenschaft - Geschichte, Recht, Literatur und Kunst, welche die historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete im östlichen Europa betreffen.
Herbert Czaja
Unterwegs zum
kleinsten Deutschland?
Mangel an Solidarität mit den
Vertriebenen - Marginalien zu 50 Jahren Ostpolitik
50 Jahren Deutschland- und Ostpolitik werden hier aus der Sicht der Ereignisse
von 1989 - der Fall der Mauer und der Erschütterung des Kommunismus - umfassend
analysiert und kritisch auf den Prüfstand gestellt. Die kenntnisreiche
Erfahrung des Autors, seine fundierte Argumentation und nicht zuletzt seine
leidenschaftliche Darstellung regen zu einer tieferen Diskussion an.
Knecht Verlag, Frankfurt am Main 1996, 1010 S., gebunden, EUR 36,-
Bestellungen
nehmen wir gerne per
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Verpackungs- und Portokosten).
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