Titel

Kulturstiftung
der deutschen Vertriebenen

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Publikationen

 

I. Geschichte/ Zeitgeschichte

Christine Czaja (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Astrid Luise Mannes, Oliver Dix, Ernst Gierlich, Markus Leuschner, Joachim Piegsa, Felix Raabe, Karl Heinz Schaefer

Herbert Czaja -
Anwalt für Menschenrechte


Vor 50 Jahren kandidierte Herbert Czaja erstmals für den Deutschen Bundestag, dem er von 1953 bis 1990 angehörte. Ebenfalls vor 50 Jahren trat das Bundesvertriebenengesetz in Kraft, für das Herbert Czaja maßgebliche Novellierungen durchsetzte. Czaja verfolgte nach Krieg, Gefangenschaft und Vertreibung die begonnene wissenschaftliche Laufbahn nicht weiter, vielmehr 
entfaltete er bis zum Tod im Jahre 1997 ein vielfältiges politisches Wirken.

Das vorliegende Buch stellt das öffentliche Leben Herbert Czajas umfassend dar. Zum ersten Mal wird zusammenhängend u.a. seine 37-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag als CDU-Abgeordneter nachgezeichnet, ebenso die 24-jährige Präsidentschaft im Bund der Vertriebenen und sein 32-jähriges Engagement im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Ein Dokumentationsteil weist zahlreiche seiner publizierten Reden und Aufsätze auf. Viele seiner realistischen Konzepte für einen gerechten Ausgleich, ein Geben und Nehmen im Rahmen einer europäischen Friedensordnung werden dargelegt. 

Gewidmet ist das Buch seiner Frau Eva-Maria Czaja, geb. Reinhardt.

2003, 425 S., 17 Abb. gebunden, EUR 24,50

Bericht über die Vorstellung des Buches am 2.10,2003 in Stuttgart

 

Ostdeutsche Gedenktage 2001/2002
Persönlichkeiten und historische Ereignisse

Ein umfangreiches Kompendium ostdeutscher Kultur und Geschichte bilden die alljährlich erscheinenden Ostdeutschen Gedenktage, in denen Kurzbiographien, Werk- und Literaturverzeichnisse von Persönlichkeiten geboten werden, die aus den historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten stammten oder dort ihre Wirkungsstätte hatten und deren Namen Bestandteil ostdeutscher Geschichte geworden sind. 

In der Form eines Kalendariums werden so bekannte, aber auch in Vergessenheit geratene Personen aus Wissenschaft und Kunst, Politik oder Kirche vorgestellt. In diesem Jahre sind es z.B. Daniel Nikolaus Chodowiecki, Rudolf Virchow, Werner Fink und Annemarie Suckow.

Erinnert wird aber auch an für den deutschen Osten bedeutsame historische Ereignisse, u.a. an die Gründung der Stadt Riga durch Bischof Albert von Buxhoeveden 1201, die Krönung des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg zum König in Preußen 1701 und an die Verabschiedung der Lastenausgleichsgesetze 1952.

2003, 424 S., broschiert, EUR 9,-

Auszug aus den Ostdeutschen Gedenktagen 2001/2002

 

Witold Stankowski

Lager für Deutsche in Polen
am Beispiel Pommerellen/ Westpreußen (1945 - 1950)
Durchsicht und Analyse der polnische Archivalien

Eine Geschichte der Lager für Deutsche in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg konnte bislang nicht geschrieben werden, waren doch die wenigen erhaltenen, verstreut aufbewahrten Quellen hierzu nicht zugänglich oder zumindest nicht systematisch erfasst. 

Hier werden nun erstmals Dokumente sowie Angaben aus einschlägigen polnischen Archivalien vorgestellt, die in die Problematik der Lager für Deutsche einführen sollen. Beschreibungen der Lager für die internierten Deutschen und der dort herrschenden Lebensumstände, Angaben zur Zahl der der Internierten und zur Zahl der dort Umgekommenen. Die Dokumente erscheinen erstmals in polnischer Sprache und deutscher Übersetzung. 

Ergänzt wird der Band durch die erstmalige Veröffentlichung vom Autor entdeckter photographischer Zeugnisse der Vertreibung/ Aussiedlung im schlesischen Raum.

Historische Forschungen der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen,
203 S., gebunden, Bonn 2001, EUR 14,30, Bestell-Nr. 01-307

Auszüge aus der Einleitung

 

Bernhart Jähnig/ Ludwig Biewer

Kleiner Atlas zur deutschen Territorialgeschichte

Im Vergleich zu den herkömmlichen historischen Atlanten stellt dieses Werk eine Besonderheit dar, weil es ausschließlich die Territorialgeschichte in das Blickfeld rückt.

Anhand von 17 chronologisch angeordneten Kartenblättern wird die territoriale Entwicklung Deutschlands sowie in einem Exkurs von Dieter Blumenwitz die heutige staats- und völkerrechtliche Lage aufgezeigt. Jede Karte ist mit einem ausführlichen historischen Erläuterungstext versehen, so dass die Entwicklung Deutschlands bis von seinen Vorformen im Mittelalter bis zu seiner jetzigen Form in Karte und Bild deutlich wird.

Das Register, in dem Orts-, Fluss- und Stammesnamen aufgenommen sind, hat Dipl.-Geograph Uwe Schwarz bearbeitet.

2. erweiterte Auflage 1991, 199 S., gebunden, EUR 19,95

    

Christof Dahm/ Hans-Jakob Tebarth (Bearb.)

Die Bundesrepublik Deutschland und die Vertriebenen

Aus der deutschen Nachkriegsgeschichte sind die Heimatvertriebenen als gestaltender Faktor in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht wegzudenken. Viele Details ihrer Geschichte, die nicht immer eine „Erfolgsgeschichte“ war, sind in den letzten Jahrzehnten bereits aufgearbeitet worden; manches harrt jedoch noch der wissenschaftlichen Erforschung. Dies gilt besonders für die Rolle der „Umsiedler“ in der SBZ bzw. DDR und das in Westdeutschland und Mitteldeutschland vielfach verdrängte Schicksal der in den alten Heimatgebieten verbliebenen Deutschen. Der vorliegende Tagungsband enthält elf Beiträge, die sich mit dem genannten Themenkreis beschäftigen

2000, 196 S., broschiert, EUR 11,50

 

Christof Dahm/ Hans-Jakob Tebarth (Bearb.)

Drawing the Line
George Marshall, Germany’s Eastern Border and the Beginnings of the East-Western-Conflict

More than a half century has passed since Secretary of State George Marshall made the speech that launched what came to be called the Marshall Plan. The speech has often been highly praised, but Marshall’s efforts to achieve a balanced solution to territorial questions – one that considered the whole of Germany – at the Moscow and London Foreign Ministers’ Conferences of 1947 have almost been forgotten.

On April 18, 1997 the German Expellees Cultural Foundation sponsored a symposium in Bonn where German and American Experts debated questions of American, British and Soviet post war policy toward Germany.

(Englischsprachige Fassung der Publikation “Christof Dahm/ Hans-Jakob Tebarth (Bearb.), George Marshall, Deutschland und die Wende im Ost-West-Konflikt, 1997, 112 S., broschiert, 14,80 DM (EUR 7,57), Bestell-Nr. 97 – 264)

2000, 110 S., broschiert, EUR 12,68

 

Eva-Susanna Wodarz

„Ich will wirken in dieser Zeit ...“
Bedeutende Frauen aus den historischen deutschen Ostgebieten

In der Frauenforschung sind die historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete meist unberücksichtigt geblieben. Die ostdeutsche Geschichtsforschung wiederum berührt die Frauenforschung bisher nur partiell. Diesem Mangel will die vorliegende Arbeit begegnen: Sie enthält 52 biographische Skizzen von Frauen aus acht Jahrhunderten. 

Der Bogen der vorgestellten Persönlichkeiten spannt sich von Herzogin Hedwig von Schlesien über die Astronomin Catharina Elisabeth Hevelius und die Sozialreformerin Lina Morgenstern bis zu der Fliegerin Hanna Reitsch.

2000, 284 S., 59 broschiert, EUR 15,08

 

Karol Sauerland (Hrsg.)

Kulturtransfer Polen - Deutschland
Wechselbeziehungen in Sprache, Kultur und Gesellschaft, Band 2

Kulturtransfer vollzieht sich niemals auf Einbahnstraßen. Suggerierte einst der Begriff des Kulturtransfers die einseitige Vermittlung zivilisatorischen Fortschritts, so zeigt sich bei differenzierender Betrachtung, dass - bleibt man bei dem Bild der Straße - stets mit einem Hin und Her sowie mit Umwegen und Hindernissen zu rechnen ist. Dies gilt nicht zuletzt für Sprache, Kultur und Gesellschaft im deutschen und im polnischen bzw. ostmitteleuropäischen Raum, die stets wechselseitig auf einander einwirkten und dies bis heute tun.

Ein thematischer Schwerpunkt der vielfältigen Erörterungen polnischer und deutscher Wissenschaftler - Historiker, Sprachwissenschaftler, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler - bildet die Stadt als Ort willkommenen oder auch abgelehnten Kulturtransfers. Der erste, ebenfalls von Karol Sauerland betreute Band zu diesem Thema erschien 1999.

2001, 192 S., broschiert, EUR 11,50

 

Karol Sauerland (Hrsg.)

Kulturtransfer Polen-Deutschland
Wechselbeziehungen in Sprache, Kultur und Gesellschaft, Band 3

Die Arroganz von Seiten der sogenannten Kulturtransferträger ist sprichwörtlich. Die moderne Form der Arroganz setzt mit Humanismus und Aufklärung ein: Nun werden äußere, anscheinend objektive Kriterien entwickelt, nach denen man Andere als zivilisatorisch zurückgeblieben einstufen kann. Mit dem Fortschreiten nationalstaatlichen Denkens im 19. und 20. Jahrhundert bestimmt Arroganz nicht zuletzt das Verhältnis von Polen und Deutschen unheilvoll. Immerhin lassen sich auch Beispiele dafür aufzeigen, dass Arroganz im Kulturtransfer durch geduldiges Aufeinanderzugehen überwunden werden kann.

2004, 164 S., broschiert, EUR 11,-

 

II. Literatur

Frank-Lothar Kroll (Hrsg.)

Schlesien
Literarische Spiegelungen im Werk der Dichter

Nur wenige Landschaften des deutschen Sprachgebietes haben eine so große Zahl von Dichtern und Schriftstellern hervorgebracht wie Schlesien. Bedeutende Phasen der deutschen Literaturgeschichte wurden von Autoren dieser Region, dem „Land der 666 Dichter“, geprägt. So zählen etwa die Werke von Andreas Gryphius, Joseph Freiherr von Eichendorff und Gerhart Hauptmann zur Weltliteratur. Im Rahmen des Tagungszyklus „Literarische Landschaften“ stand daher im Jahr 1997 Schlesien im Mittelpunkt, nachdem im Vorjahr Ostpreußen betrachtet worden war. Namhafte Literaturwissenschaftler aus Deutschland, Polen und Frankreich zeichneten ein facettenreiches Bild Schlesiens als deutschem Kulturraum.

Literarische Landschaften, Bd. 1. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. 
Duncker & Humblot, Berlin 2000, 201 S., broschiert, zu beziehen über den Buchhandel

  

Frank-Lothar Kroll (Hrsg.)

Böhmen
Vielfalt und Einheit einer literarischen Provinz

Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien zählen geographisch und historisch zu den Kernländern Europas und sind aufs engste mit der deutschen Geschichte verknüpft. Tschechen, Deutsche und Juden, die sich zumeist der deutschen Bevölkerungsgruppe zugehörig fühlten, lebten dort über Jahrhunderte in einer oft spannungsreichen Symbiose zusammen, die erst im 20. Jahrhundert zerbrochen ist. Große Namen der Weltliteratur wie Marie von Ebner-Eschenbach, Adalbert Stifter oder Franz Werfel gehören in diese Landschaft, die dennoch gerade in den vergangenen Jahrzehnten dem Deutschen fremd geworden ist, fast zu einem "böhmischen Dorf".

Um so wichtiger ist es, auch im Hinblick auf die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen, an das gemeinsame literarische Erbe zu erinnern und dieses für ein künftiges europäisches Miteinander fruchtbar zu machen. Deshalb widmete die Kulturstiftung in Fortsetzung des 1996 eröffneten Tagungszyklus, der das Verhältnis von Landschaft und Dichter beleuchten soll, die literaturwissenschaftliche Tagung 1998 den Böhmischen Ländern.

Literarische Landschaften, Bd. 2. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. 
Duncker & Humblot, Berlin 2000, 179 S., broschiert, zu beziehen über den Buchhandel

  

Frank-Lothar Kroll (Hrsg.)

Deutsche Autoren des Ostens als Gegner und Opfer des Nationalsozialismus
Beiträge zur Widerstandsproblematik

Unter den Schriftstellern und Dichtern, die geistig-künstlerischen Widerstand gegen das nationalsozialistische System leisteten, befanden sich zahlreiche Autoren aus den späteren Vertreibungsgebieten. Dreiundzwanzig von ihnen werden vorgestellt, wobei Autoren aus allen Regionen der historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete Berücksichtigung finden. Vertreter des Exils kommen dabei ebenso zu Wort wie solche der „inneren Emigration“.

Literarische Landschaften, Bd. 3. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. 
Duncker & Humblot, Berlin 2000, 518 S., broschiert, zu beziehen über den Buchhandel

   

Frank-Lothar Kroll (Hrsg.)

Ostpreußen
Facetten einer literarischen Landschaft

Der Band versammelt die Aufsätze zu Ostpreußen – gespiegelt in den Werken und Aussagen seiner Dichter. Im Mittelpunkt der Erörterungen stehen Ernst Wiechert, Arno Holz, Siegfried Lenz, August Winnig, Johannes Bobrowski und Oskar Loerke. Daneben widmen sich einzelne Beiträge strukturellen Fragen, die der Erhellung des Wechselverhältnisses von Literatur und regionaler Bezüglichkeit dienen.

Literarische Landschaften, Bd. 4. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. 
Duncker & Humblot, Berlin 2001, 191 S., broschiert, zu beziehen über den Buchhandel

     

Frank-Lothar Kroll (Hrsg.),

Europäische Dimensionen deutschbaltischer Literatur

Das Baltikum kann man als einen Schmelztiegel kulturellen und nationalen Zusammenlebens betrachten, in dem – speziell in Estland und Lettland – deutsch-baltischen Autoren im 19. und 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle zukam. Im Leben und Werk der einzelnen Autoren, die der Band in den Blick nimmt, wird die Eigenart ebenso wie die europäische Verflechtung der Region in besonderer Weise deutlich.

Literarische Landschaften, Bd. 6. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. 
Duncker & Humblot, Berlin 2004, ca. 254 S., broschiert, zu beziehen über den Buchhandel
  

 

Elke Mehnert

Ost-westliche Spiegelungen
Beiträge zur deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts Literarische Landschaften 


Der Band vereint Aufsätze und Essays von Elke Mehnert, Professorin für Deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der Komparatistik an der Technischen Universität Chemnitz. Elke Mehnert gehört zu den nicht eben zahlreichen Vertretern einer in der DDR sozialisierten Germanistengeneration, die sich nach der politischen Wende von 1989/ 90 intensiv darum bemüht haben, literarische Zeugnisse aus den Vertreibungsgebieten des deutschen Ostens in den Traditionshorizont der neuen "Berliner Republik" einzubringen und der literarischen Bewältigung des Themas "Flucht und Vertreibung" einen festen Platz in der nun gesamtdeutschen Erinnerungskultur einzuräumen.

Die versammelten Aufsätze sollen dazu beitragen, den Blick für kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern und Völkern, den Menschen und Lebensräumen im zusammenwachsenden Europa zu schärfen.

Literarische Landschaften, Bd. 7. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen.  
Duncker & Humblot, Berlin 2005, 176 S., broschiert, zu beziehen über den Buchhandel

 

 

Frank-Lothar Kroll (Hrsg.)

Josef Mühlberger – Ausgewählte Werke

Der 100. Geburtstag Josef Mühlbergers am 3. April 2003 bot Anlass, das Schaffen dieses heute weitgehend vergessenen deutsch-böhmischen Schriftstellers und Mitglieds des „Prager Kreises“ erneut zugänglich zu machen. Die zweibändige, die Ergebnisse eines Symposiums verwertende Werkauswahl strebt nach einem repräsentativen Querschnitt durch das umfangreiche Gesamtœuvre des Autors, das sämtliche literarischen Gattungen umfasst.

2004, 2 Bde. im Schuber, 274 und 344 S., broschiert, EUR 39,-

 

Ilpo Tapani Piirainen/ Ingmar ten Venne (Hrsg.)

Der Sachsenspiegel aus der Dombibliothek in Breslau/ Wrocław
Einleitung, Edition und Glossar

Die aus der Dombibliothek zu Breslau stammende Handschrift des verbreitetsten volkssprachlichen Rechtsbuchs des deutschen Mittelalters stellt sowohl nach der Entstehungszeit (1390) als auch nach dem Entstehungsort ein wertvolles Denkmal deutschsprachlicher Schriftlichkeit in Niederschlesien dar. Ihre Transkription ist somit sowohl rechtsgeschichtlich auch als sprach- und kulturhistorisch von hoher Bedeutung.

Oficyna Wydawnicza ATUT, Breslau/ Wrocław 2003, 482 S., broschiert, EUR 19,80

 

III. Kunstgeschichte

Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich (Hrsg.)

Die sakrale Backsteinarchitektur des südlichen Ostseeraums – der theologische Aspekt

Monumentale spätmittelalterliche Backsteinkirchen prägen noch heute das Bild der Städte des südlichen Ostseeraums. Den theologischen, d.h. vor allem den liturgie- und frömmigkeitsgeschichtlichen Faktoren, welche die konkrete Gestaltung und die Ausstattung der Sakralbauten bestimmten, gehen in diesem Sammelband Kunsthistoriker, Historiker und Theologen aus Deutschland, Polen, Schweden und dem Baltikum nach. Ihre Darstellungen der mannigfachen Beziehungen von Architektur, Ausstattung und Liturgie bieten ein facettenreiches Bild der Kirchen und ihrer Einbindung in das geistige und soziale Leben des späten Mittelalters.

Nachdem die Erforschung der Backsteinarchitektur jahrzehntelang an den willkürlich gezogenen Grenzen der Nachkriegszeit halt zu machen gezwungen war, tragen diese Untersuchungen dazu bei, dass der südliche Ostseeraum erneut als eine staatenübergreifende, europäische Kulturlandschaft erlebt werden kann.

Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bd. 2
Gebr. Mann Verlag Berlin 2000, 243 S., zahlreiche Abb., broschiert, EUR 24,54

 

Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich (Hrsg.)

Echte Wehrhaftigkeit oder martialische Wirkung
Zur praktischen Funktion und zum Symbolcharakter von Wehrelementen profaner und sakraler Bauten im Deutschordensland Preußen und im Ostseeraum

„Wie der Turm Davids ist dein Hals, als Festung erbaut, tausend Schilde hängen daran, alle Rüstung der Helden“ – so preist König Salomo im Hohen Lied seine Geliebte. Als architektonische Umsetzung finden sich an den mittelalterlichen Burgen zahlreiche von Türmen eingefasste, zinnenbewehrte und mit aufgeputzten Wappenschilden versehene Toranlagen. Aber nicht nur Profanbauten, sondern auch Kirchen – Sinnbilder der endzeitlichen Gottesstadt und damit auch Mariens, für die wiederum symbolisch die Geliebte des Hohen Liedes steht – wurden mit wehrhaft erscheinenden Architekturelementen versehen.

Die wechselseitige Beeinflussung und die daraus resultierende symbolische Überhöhung mittelalterlicher Sakral- und Profanbauten untersuchte eine international besetzte kunsthistorische Fachtagung. Diese fand auf der Marienburg/Malbork statt, der ehemaligen Hochmeisterresidenz des Deutschen Ordens an der Nogat. Konkret in den Blick genommen wurde die spätmittelalterliche Architektur der Ostseeregion im allgemeinen und diejenige des Deutschordenslands Preußen im besonderen. Gerade hier erfuhr die Verbindung von geistlicher und weltlicher Architektur eine einzigartige Ausprägung..

Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bd. 3
Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 2000, 302 S., zahlreiche Abb., broschiert, EUR 24,54

 

Ernst Badstübner/ Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich/ Matthias Müller (Hrsg.),

Licht und Farbe in der Backsteinarchitektur des südlichen Ostseeraums

Über die Lichtführung und die originale Farbigkeit sakraler und profaner Backsteinbauten des Mittelalters ist nur wenig bekannt. Neue Erkenntnisse geben Anlass zu einer Revision bestehender Vorstellungen von Licht und Farbe im Raum, deren Wirkung von den architektonischen Formen ebenso wie von der farbigen Raumfassung, von der figürlichen oder dekorativen Ausmalung, von der Glasmalerei in den Fensterverglasungen und von der Farbigkeit der liturgischen Ausstattung bestimmt wird.

Studien zur Backsteinarchitektur, Bd. 7,
gleichzeitig Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen,
Bd. 3. 
Lukas
Verlag, Berlin 2005, 550 S. mit ca. 300 Abb., broschiert,  EUR 36,-

 

IV. Staats- und Völkerrecht

Dieter Blumenwitz/ Gilbert H. Gornig/ Dietrich Murswiek (Hrsg.)

Minderheitenschutz und Demokratie

Aktuelle Beispiele verdeutlichen, in welchem Maße die Sicherung eines effektiven Schutzes ethnischer und nationaler Min­derheiten und gerechter Mitwirkungsmöglichkeiten von Minderheiten die Voraussetzung für eine friedliche und auf demokratischen Prinzipien beruhende Entwicklung eines Staates darstellt. Dies gilt nicht zuletzt für die jungen Demokratien des östlichen Europa. Die Beiträge untersuchen systematisch sowie historisch das Verhältnis von Demokratie und Minderheitenschutz und beziehen die gewonnenen Erkenntnisse auf die Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

Staats- und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Bd. 20, Duncker & Humblot, Berlin 2004, 204 S., broschiert, € 86,80, zu beziehen über den Buchhandel

 

Dieter Blumenwitz, Gilbert H. Gornig, Dietrich Murswiek (Hrsg.)

Ein Jahrhundert Volksgruppen- und Minderheitenschutz

Der nationalstaatliche Gedanke des 19. Jahrhunderts hat sich in seiner vollen Ausprägung, der im Grundsatz dem Fortbestehen von Volksgruppen und Minderheiten entgegengerichtet war, nicht als friedensstiftendes Ordnungsprinzip erwiesen. Die Rechte der Volksgruppen und Minderheiten zu definieren, wurde im gesamten 20. Jahrhundert als Aufgabe begriffen, wenn dieses Jahrhundert auch gleichzeitig von vielfachen Verstößen gegen diese Rechte geprägt war, von den Vertreibungen im griechisch-türkischen Raum über die der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs bis hin zu den jüngsten Vertreibungen im Kosovo.

Die staats- und völkerrechtlichen Fachtagung des Jahres 2000 war dieser Thematik gewidmet.

Staats- und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 19
Verlag Wissenschaft und Politik, 2001, 176 S., broschiert, EUR 16,40

   

Hans Viktor Böttcher

Die Freie Stadt Danzig.
Wege und Umwege in die europäische Zukunft

Bei dieser Behandlung des rechtlichen Status' Danzigs wird einerseits das geltende Völkerrecht in Anwendung gebracht, andererseits werden Stellungnahmen polnischer Wissenschaftler und Politiker berücksichtigt. Nach einem geschichtlichen Überblick werden die Rechtsfolgen für das Schicksal des Danziger Staates, seines Staatsvolkes und der polnischen Neusiedler untersucht.

Forschungsergebnisse der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 23
3. durchgesehene und erweiterte Aufl. 1999, 509 S., broschiert, EUR 14,32

 

Dieter Blumenwitz

Positionen der katholischen Kirche zum Schutz von Minderheiten und Volksgruppen in einer internationalen Friedensordnung
Eine völkerrechtliche Untersuchung

Bleibendes Hindernis einer umfassenden Friedensordnung sind lokale und regionale Konflikte, oft durch massenhafte Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet, woraus sich wiederholt große Flüchtlingsströme entwickeln. Vor diesem Hintergrund zeigt die Untersuchung, dass nur ein effektiver Minderheiten- und Volksgruppenschutz das Fundament einer umfassenden internationalen Friedensordnung bilden kann.

Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 2000, 175 S., broschiert, EUR 16,36

 

Gilbert H. Gornig

Territoriale Entwicklung und Untergang Preußens
Eine historisch-völkerrechtliche Untersuchung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Staat Preußen durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 aufgelöst. In der vorliegenden, primär historisch-völkerrechtlichen Abhandlung wird untersucht, ob mit diesem Kontrollratsgesetz der Staat Preußen aufgelöst wurde, oder ob man damit nurmehr symbolisch einem bereits Verblichenen einen weiteren Todesstoß geben wollte. Ferner wird in groben Zügen die historisch territoriale Entwicklung Brandenburg-Preußens vom Frühmittelalter bis ins 20. Jahrhundert beschrieben, wobei ein Schwerpunkt auf dem Verhältnis Preußens zu den übergeordneten Größen Heiliges Römisches Reich, Deutscher Bunde und Deutsches Reich liegt.

Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 2000, 374 S., broschiert, EUR 24,54

 

V. Deutschland und seine Nachbarn - Forum für Kultur und Politik

Die Hefte der Reihe behandeln jeweils aktuelle Fragen aus den verschiedensten Bereichen von Kultur und Wissenschaft - Geschichte, Recht, Literatur und Kunst, welche die historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete im östlichen Europa betreffen.

Heft 27: Aktuelle Stimmen zur Vertreibungsthematik aus dem ehemaligen Jugoslawien. Stefan Karner, Slowien und seine „Deutschen“ – Die deutschsprachige Volksgruppe als Subjekt und Objekt der Politik 1939 bis 1998
2000, geheftet, Schutzgebühr EUR 2,56, Bestell-Nr. 00 - 286

Heft 28: Klaus Hornung , Hans Rothfels und die Nationalitätenfragen in Ostmitteleuropa 1926 – 1934. In Erinnerung an den 12. April 1891 und an den 22. Juni 1976
2001, geheftet, Schutzgebühr EUR 2,50

Auszug aus Heft 28

 

.. über die Kulturstiftung zu beziehen:

Herbert Czaja 

Unterwegs zum kleinsten Deutschland?
Mangel an Solidarität mit den Vertriebenen - Marginalien zu 50 Jahren Ostpolitik


50 Jahren Deutschland- und Ostpolitik werden hier aus der Sicht der Ereignisse von 1989 - der Fall der Mauer und der Erschütterung des Kommunismus - umfassend analysiert und kritisch auf den Prüfstand gestellt. Die kenntnisreiche Erfahrung des Autors, seine fundierte Argumentation und nicht zuletzt seine leidenschaftliche Darstellung regen zu einer tieferen Diskussion an. 

Knecht Verlag, Frankfurt am Main 1996, 1010 S., gebunden, EUR 36,-

 

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