Kulturstiftung
der deutschen Vertriebenen

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   53113 Bonn
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Kulturstiftung der deutschen  Vertriebenen

Zentrale Einrichtung aller Vertriebenen zum Zweck der Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung der Kultur und Geschichte aller historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete, Förderung der Wissenschaft und kulturelle Breitenarbeit

Arbeitsbereiche/ Aufgaben
Geschichte Literatur-
geschichte
Kunstgeschichte/ Kunstdenkmäler Minderheiten/ Völkerrecht
Geschichte/ Kulturgeschichte Zeitgeschichte/ Politologie Sozial-
geschichte

 

Forschungsprojekte
Projekte aus den genannten Bereichen unter Einbeziehung von Wissenschaftlern des In- und Auslands und in Koordination mit Universitäten bzw. wissenschaftlichen Institutionen

 

Tagungen
Geschichte/ Zeitgeschichte Literaturgeschichte Kunstgeschichte Minderheiten-/ Völkerrecht Symposien
mit aktuellen Bezügen

 

Publikationen
Mehrere Publikationen jährlich, zum Teil stiftungseigener Verlag, zum Teil in Reihen namhafter Verlage:
Monographien, Tagungsbände, Periodika - z.B. Ostdeutsche Gedenktage - in Kooperation mit allen Institutionen im Förderungsbereich

 

Ostdeutsche Kultur

Die Kultur der Vertreibungsgebiete ist ein bedeutender Teil der deutschen und der gesamteuropäischen Kultur. In den historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten kam ihr seit jeher eine besondere Brückenfunktion zu den östlichen Nachbarvölkern zu. Ostdeutsche Kultur ist aber keineswegs nur eine Erscheinung der Vergangenheit. Sie wirkt in vielfältiger Weise fort: in Deutschland, dessen heutige Gestaltung ohne den fortdauernden kulturellen Beitrag der Vertriebenen und ihrer Nachkommen nicht denkbar wäre, und in den Vertreibungsgebieten, wo den verbliebenen Deutschen wieder vermehrt eine eigene kulturelle Betätigung möglich ist und ihre Nachbarn sich zunehmend der Geschichte und Kultur ihrer neuen Heimat bewusst werden. Gerade im grenzübergreifenden Bemühen um die Erforschung des kulturellen Erbes Europas kann aber die Basis für ein verbessertes gegenseitiges Verstehen geschaffen und die Bereitschaft zur Aussöhnung gefördert werden.

Aufgaben

War die Kulturstiftung als überregionale Kultureinrichtung aller Vertriebenen seit ihrer Gründung 1974 zunächst bei der Erfüllung ihrer Aufgabe der Erhaltung und Fortentwicklung des Kulturguts der Vertreibungsgebiete im wesentlichen auf die Bundesrepublik Deutschland beschränkt, so ermöglichte es der politische Wandel, auch die Deutschen in den neuen Bundesländern und in Mittel-, Ost- und Südosteuropa zu erreichen, sowie einen Dialog mit den östlichen Nachbarn anzuknüpfen. Heute verwirklicht sie ihre Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit universitären Einrichtungen, Institutionen und einzelnen Wissenschaftlern in Deutschland sowie in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, den baltischen Staaten und weiteren Ländern des östlichen Europa.

Tätigkeitsfelder

Die Kulturstiftung analysiert Stand und Entwicklung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Staaten des östlichen Europa und bietet den Vertriebenen und der gesamten Öffentlichkeit entsprechende Informationen. In Verbindung mit Hochschullehrern des Inlands und des östlichen Auslands führt sie Forschungsprojekte und Fachtagungen auf den Gebieten Staats- und Völkerrecht, Geschichte, Literatur und Kunstgeschichte durch. Bei allen Maßnahmen bezieht sie wissenschaftlichen Nachwuchs als Projektnehmer, Referenten und Tagungsteilnehmer sowie Multiplikatoren ein. Die Ergebnisse dieser Arbeiten und Veranstaltungen werden als Monographien und Sammelbände veröffentlicht.

Gremien

Organe der Stiftung sind das Kuratorium, der Vorstand und der Wissenschaftliche Beirat. Das Kuratorium umfasst zwölf Mitglieder und setzt sich zusammen aus Vertretern des Bundes der Vertriebenen, des Vereins zu Förderung der Ziele des Bundes der Vertriebenen e. V. und Vertretern von Bundes- und Landesministerien; die Mitglieder werden für vier Jahre berufen. Der Vorstand besteht in der Regel aus drei Personen und wird vom Kuratorium auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er führt die laufenden Geschäfte nach den vom Kuratorium festgelegten Richtlinien und Grundsätzen. Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus zur Zeit dreißig vom Kuratorium auf vier Jahre berufenen Mitgliedern (Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen). Er berät Kuratorium und Vorstand bei der Planung und Durchführung wissenschaftlicher Projekte. Die Kulturstiftung arbeitet mit der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat in der Arbeitsgemeinschaft „Deutsches Kulturerbe des Ostens“ zusammen.

Kuratoriumsvorsitzender:

Dr. Günther Reichert

Vorstandsvorsitzender:

Hans-Günther Parplies


Finanzierung

Die Kulturstiftung ist gemeinnützig. Sie wird zum Teil vom Bund und einer Reihe von Bundesländern gefördert, ist aber auch darauf angewiesen, ihre Vorhaben durch Spenden von privater Seite und durch den Erlös aus dem Verkauf ihrer Schriften sicherzustellen. Bankkonto: Deutsche Bank Bonn (BLZ 380 700 59) Nr. 312 9913 und Postgirokonto: 151 91-501 beim Postgiroamt Köln (BLZ 370 100 50). Spendenbescheinigungen können den Spendern auf Wunsch ausgestellt werden.