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Kulturstiftung |
Kaiserstr. 113 53113 Bonn Tel. 0228/ 915120 Fax 0228/ 9151220 kulturstiftung@t-online.de |
Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
Zentrale
Einrichtung aller Vertriebenen zum Zweck der Erhaltung, Pflege und
Weiterentwicklung der Kultur und Geschichte aller historischen deutschen Ost-
und Siedlungsgebiete, Förderung der Wissenschaft und kulturelle Breitenarbeit
| Arbeitsbereiche/ Aufgaben | |||||
| Geschichte | Literatur- geschichte |
Kunstgeschichte/ Kunstdenkmäler | Minderheiten/ Völkerrecht | ||
| Geschichte/ Kulturgeschichte | Zeitgeschichte/ Politologie | Sozial- geschichte |
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| Forschungsprojekte |
| Projekte aus den genannten Bereichen unter Einbeziehung von Wissenschaftlern des In- und Auslands und in Koordination mit Universitäten bzw. wissenschaftlichen Institutionen |
| Tagungen | ||||
| Geschichte/ Zeitgeschichte | Literaturgeschichte | Kunstgeschichte | Minderheiten-/ Völkerrecht | Symposien mit aktuellen Bezügen |
| Publikationen |
| Mehrere
Publikationen jährlich, zum Teil stiftungseigener Verlag, zum Teil in
Reihen namhafter Verlage: Monographien, Tagungsbände, Periodika - z.B. Ostdeutsche Gedenktage - in Kooperation mit allen Institutionen im Förderungsbereich |

Ostdeutsche
Kultur
Die Kultur der
Vertreibungsgebiete ist ein bedeutender Teil der deutschen und der gesamteuropäischen
Kultur. In den historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten kam ihr seit
jeher eine besondere Brückenfunktion zu den östlichen Nachbarvölkern zu.
Ostdeutsche Kultur ist aber keineswegs nur eine Erscheinung der Vergangenheit.
Sie wirkt in vielfältiger Weise fort: in Deutschland, dessen heutige
Gestaltung ohne den fortdauernden kulturellen Beitrag der Vertriebenen und
ihrer Nachkommen nicht denkbar wäre, und in den Vertreibungsgebieten, wo den
verbliebenen Deutschen wieder vermehrt eine eigene kulturelle Betätigung möglich
ist und ihre Nachbarn sich zunehmend der Geschichte und Kultur ihrer neuen
Heimat bewusst werden. Gerade im grenzübergreifenden Bemühen um die
Erforschung des kulturellen Erbes Europas kann aber die Basis für ein
verbessertes gegenseitiges Verstehen geschaffen und die Bereitschaft zur Aussöhnung
gefördert werden.
War die Kulturstiftung
als überregionale Kultureinrichtung aller Vertriebenen seit ihrer Gründung
1974 zunächst bei der Erfüllung ihrer Aufgabe der Erhaltung und
Fortentwicklung des Kulturguts der Vertreibungsgebiete im wesentlichen auf die
Bundesrepublik Deutschland beschränkt, so ermöglichte es der politische
Wandel, auch die Deutschen in den neuen Bundesländern und in Mittel-, Ost- und
Südosteuropa zu erreichen, sowie einen Dialog mit den östlichen Nachbarn
anzuknüpfen. Heute verwirklicht sie ihre Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit
universitären Einrichtungen, Institutionen und einzelnen Wissenschaftlern in
Deutschland sowie in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, den baltischen
Staaten und weiteren Ländern des östlichen Europa.
Die Kulturstiftung
analysiert Stand und Entwicklung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik
Deutschland und den Staaten des östlichen Europa und bietet den Vertriebenen
und der gesamten Öffentlichkeit entsprechende Informationen. In Verbindung mit
Hochschullehrern des Inlands und des östlichen Auslands führt sie
Forschungsprojekte und Fachtagungen auf den Gebieten Staats- und Völkerrecht,
Geschichte, Literatur und Kunstgeschichte durch. Bei allen Maßnahmen bezieht
sie wissenschaftlichen Nachwuchs als Projektnehmer, Referenten und
Tagungsteilnehmer sowie Multiplikatoren ein. Die Ergebnisse dieser Arbeiten und
Veranstaltungen werden als Monographien und Sammelbände veröffentlicht.
Organe der Stiftung sind
das Kuratorium, der Vorstand und der Wissenschaftliche Beirat. Das Kuratorium
umfasst zwölf Mitglieder und setzt sich zusammen aus Vertretern des Bundes der
Vertriebenen, des Vereins zu Förderung der Ziele des Bundes der Vertriebenen
e. V. und Vertretern von Bundes- und Landesministerien; die Mitglieder werden für
vier Jahre berufen. Der Vorstand besteht in der Regel aus drei Personen und
wird vom Kuratorium auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er führt die
laufenden Geschäfte nach den vom Kuratorium festgelegten Richtlinien und
Grundsätzen. Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus zur Zeit dreißig vom
Kuratorium auf vier Jahre berufenen Mitgliedern (Wissenschaftlern
unterschiedlicher Fachrichtungen). Er berät Kuratorium und Vorstand bei der
Planung und Durchführung wissenschaftlicher Projekte. Die Kulturstiftung
arbeitet mit der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat in der Arbeitsgemeinschaft
„Deutsches Kulturerbe des Ostens“ zusammen.
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Kuratoriumsvorsitzender: |
Dr. Günther Reichert |
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Vorstandsvorsitzender: |
Hans-Günther Parplies |
Die Kulturstiftung ist gemeinnützig. Sie wird zum Teil vom Bund und einer Reihe von Bundesländern gefördert, ist aber auch darauf angewiesen, ihre Vorhaben durch Spenden von privater Seite und durch den Erlös aus dem Verkauf ihrer Schriften sicherzustellen. Bankkonto: Deutsche Bank Bonn (BLZ 380 700 59) Nr. 312 9913 und Postgirokonto: 151 91-501 beim Postgiroamt Köln (BLZ 370 100 50). Spendenbescheinigungen können den Spendern auf Wunsch ausgestellt werden.